ABSINTH ... “abheben auch ohne Flügel“


Absinth......
“abheben auch ohne Flügel“



Rituale haben einen sozialen Charakter. Das alleine Trinken ist beim Absinthe eher unüblich. Man möchte sich dabei gerne mit jemandem unterhalten und geniesst dadurch eine wichtige soziale Komponente. Der Vorgang bedingt auch Zeit und Muße. Schon das Beobachten des Wassers, wie es langsam aus der Fontaine auf den Zucker tropft, wie sich der Zucker auflöst und sich anschliessend das Wasser mit dem Absinthe verbindet - das ist Alchemie im wahrsten Sinne des Wortes! Denn einen wahren und echten Absinthe-Trinker erkennt man daran, dass er sich für diese Zeremonie Zeit nimmt und die richtige Mischung aus Wasser und Absinthe erzielt, ohne dass sein Gemisch zu wässrig wird.



ABSINTH...... “abheben auch ohne Flügel“

1. ABSINTH
Absinth ist eine Spirituose, die aus Wermut-Auszügen hergestellt wird. Wegen des im Wermut-Kraut enthaltenen Neurotoxins Thujon, wurde Absinth 1923 als Rauschdroge per Gesetz in Deutschland verboten. Der Begriff stammt aus der lateinischen Bezeichnung für Wermut: "Artemisia absinthium" Da moderne Technik- und Analysemethoden die Risiken beherrschbar machen liessen, wurde das anregende Getränk mit reglementiertem Anteil an Thujon wieder zugelassen. Die Zulassung in der EU, die seit 1998 gilt, erlaubt einen maximalen Thujongehalt von 10 mg/Kg. Ausnahmen sind als "Bitterspirituose" deklarierter Absinth, der bis zu 35 mg/Kg Thujon enthalten dürfen.


2. ABSINTH GESCHICHTE

Die erste Absinth-Destillerie wurde 1805 von Henri Louis Pernod betrieben, dessen Pastis neben Ricard und Pastis 51 zu den bekanntesten gehören und dessen Firma als Aktiengesellschaft Pernod-Ricard bis heute zu einem der größten Spirituosenunternehmen der Welt gewachsen ist. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem frühen 20. Jahrhundert erfreute sich diese psychoaktive Droge bereits großer Beliebtheit, auch bei Bohemians wie Oscar Wilde, Tolouse-Lautrec, Sarah Bernhardt, Ernest Hemingway und Van Gogh. Erst nach heftigen politischen Auseinandersetzungen wurde Absinth in der Schweiz (1908), in Frankreich (1914), in Deutschland (1923) und einigen anderen Ländern verboten. Das Absinth - Gesetz wurde 1981 zwar aufgehoben, aber die Aromenverordnung in der damals gültigen Fassung verbot die Verwendung von Wermutöl und Thujon weiterhin - Absinth war damit nach wie vor verboten. Die heutige gültige Aromenverordnung hält das Verwendungsverbot für Thujon auch weiterhin aufrecht - gestattet aber die Verwendung thujonhaltiger Pflanzen und Pflanzenteile wie Wermutkraut (Herba Absinthii) und Beifuss (Herba Arthemisiae) unter Beachtung bestimmter Höchstmengen des sich ergebenden Thujongehaltes. Nämlich 10 mg/Kg bei normalem Absinth und 35 mg/Kg bei als "Bitterspirituose" deklariertem Absinth.




3. TRINKRITUALE
Man gebe Absinth in ein Glas.
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Ein spezieller Absinthlöffel oder eine Gabel mit einem oder zwei Stücken Würfelzucker wird mit Absinth übergossen und angezündet.
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Sobald das Zuckerstück Blasen zeigt oder karamellisiert, den Löffel oder die Gabel in das, mit Absinth gefüllte, Glas tauchen und löschen.
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Sofort mit kaltem Wasser im Verhältnis 50:50 mischen und hoffen, daß sich der Alkoholdunst im Glas nicht nochmal entzündet.
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Wer es unspektakulärer mag, der kann die Würfelzucker auch mit kaltem Wasser überschütten und dann im Glas auflösen. Hemingway z.B. nahm als weitere Variante Sekt statt Wasser.



Absinth-Online-Shops: www.absinth-oase.de




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